Seniorenwegweiser 2019

92 Kombination von Pflegegeld und Sachleistungen Pflegesachleistungen und Pflegegeld können auch kombiniert werden. Informationen über die verschie- denen Kombinationsmöglichkeiten erhalten Sie von Ihrer Pflegekasse oder dem Pflegestützpunkt. Einheitlicher Entlastungsbetrag ambulant Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben An- spruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro im Monat. Dieser kann z.B. eingesetzt werden, wenn ein anerkannter Dienst vorliest oder mit spazieren geht. Auch kann er für die Tages- oder Kurzzeitpflege sowie für Betreuungsangebote ver- schiedener Dienste (Angebote zur Unterstützung im Alltag) genutzt werden. Pflegebedürftige in PG 1 können den Betrag auch für Leistungen der Grund- pflege durch anerkannte Pflegedienste nutzen. Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden und es wer- den nur tatsächliche Aufwendungen erstattet. Pflegehilfsmittel Kosten für zum Verbrauch bestimmter Hilfsmittel (z.B. Einmalhandschuhe, etc.) werden bis zur Höhe von 40 Euro monatlich von der Pflegekasse über- nommen. Technische Hilfsmittel, wie beispielsweise Pflegebetten oder Pflegerollstühle, werden vorran- gig leihweise zur Verfügung gestellt. Für die An- schaffung technischer Hilfsmittel ist eine Zuzahlung von 10 Prozent, maximal jedoch 25 Euro zu leisten. Kosten für ärztlich verordnete Rollstühle oder Geh- hilfen werden von den Krankenkassen getragen. Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung Pflege zu Hause erfordert häufig eine Anpassung der Wohnung an die neue Situation. Zum Beispiel können breitere Türen für das Durchkommen mit dem Roll- stuhl notwendig werden. Oft ist auch die Badewanne für Menschen mit Bewegungseinschränkungen nicht mehr zu nutzen, sodass der Einbau einer behinder- tengerechten Dusche erforderlich wird. Für diese sogenannten „Verbesserungen des Wohn- umfeldes“ gewährt die Pflegekasse – auf Antrag – einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro je Maßnahme. Leben mehrere Pflegebedürftige in einer Wohnung (z.B. in einer Wohngruppe) können bis zu 4.000 Euro gewährt werden, insgesamt jedoch maximal 16.000 Euro. Voraussetzung für den Erhalt des Zuschusses ist, dass die Einstufung in einen Pflegegrad (PG 1 bis 5) vorliegt. Zudem muss der Umbau die Pflege er- möglichen, erheblich erleichtern oder eine möglichst selbstständige Lebensführung wiederherstellen. Zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige in ambulant betreuten Wohngruppen Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5 in ambulant betreuten Wohngruppen können einen pauschalen Wohngruppenzuschlag in Höhe von monatlich 214 Euro erhalten. Voraussetzung für den Erhalt des Zu- schlags ist unter anderem, dass mindestens drei und höchstens zwölf Personen zum Zweck der gemein- schaftlich organisierten pflegerischen Versorgung in der Wohngruppe zusammenleben und von den Per-

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc1MTQ=